"... und werdend mich ins Dasein prägen"

Internationale Tagung für Heilpädagogik und Sozialtherapie
3.-7. Oktober 2016 Goetheanum Dornach

 

Einladung

Herzliche Einladung

Der Titel unserer diesjährigen Tagung «Und werdend mich ins Dasein prägen» ist die letzte Zeile aus einem Spruch in Rudolf Steiners Seelenkalender. Er erzählt die Geschichte der Entwicklung von Mensch und Kosmos, von Ich und Welt, von der werdenden Autonomie des Ich und seiner Hingabe an die Gegenwart. Die  Titelzeile könnte auch als die Urszene der Heilpädagogik oder Sozialtherapie gedeutet werden, in der sich die Verwandlung der Welt und die Entwicklung des Menschen in einer gemeinsamen Bildegeste zusammenschliessen.

Wir werden in den Vorträgen und Arbeitsgruppen das Thema der Ich-Entwicklung in multiperspektivischer Weise bearbeiten, da letztlich jede heilpädagogische oder sozialtherapeutische Wirksamkeit davon abhängt, ob es gelingt, den inneren Impuls zur Selbstentwicklung des Kindes, Jugendlichen oder Erwachsenen wachrufen und stärken zu helfen.

Auf dem Weg durch die Vorträge von Steiners Heilpädagogischem Kurs steht nun der 4. Vortrag im Vordergrund und seine Themen finden sich als Motive in Arbeitsgruppen und Vorträgen wieder.
Es sind jetzt mehr als 90 Jahre vergangen, seit Rudolf Steiner diesen Kurs in Dornach vor einer kleinen Gruppe von 21 Menschen gehalten hat. Aus deren Initiativkräften ist eine weltweite Bewegung entstanden, die sich heute in 50 Ländern findet. Noch immer ist diese Arbeit in Entwicklung begriffen und erhält ihre Motivation und Triebkraft durch die individuellen, gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen einer Kultur der Entwicklung, Inklusion und Teilhabe.

Diese Internationale Tagung wird von der «Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie» veranstaltet. In ihr arbeiten Menschen über Ländergrenzen hinweg regelmässig an den Fragen der Realisierung von konkreten Angeboten und Einrichtungen zusammen und an der grundlegenden Frage, wie eine aus einem spirituellen, geisteswissenschaftlichen Menschenbild entwickelte Heilpädagogik und Sozialtherapie ihren eigenen und besonderen Beitrag zum heutigen Kultur- und Gesellschaftsleben immer weiter entwickeln kann.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und hoffen, dass diese Tagung wieder zu einem wichtigen Ereignis unserer Bewegung wird, zu Tagen der Weiterbildung und des Lernens, der Begegnung mit Menschen aus aller Welt und ein festliches Ereignis des Zusammenseins!
 
 
 
 

Programm

Programm

Information

Informationen

Tagungssprachen

Die Veranstaltungen im Plenum (Vorträge und Podium) werden simultan in die englische, deutsche, französische, italienische, spanische, schwedische und russische Sprache übertragen.

Die Arbeitsgruppen finden in den jeweils angegebenen Sprachen statt. Ist eine Sprache in Klammern angegeben, können Beiträge in dieser Sprache gegeben werden, eine Übersetzung der Beiträge in die Hauptsprache findet dann nicht statt.

Eine halbe Stunde Kunst

Wir laden Sie dazu ein, den Nachmittag mit einer halben Stunde Kunst zu beginnen: Eurythmie, Sprache oder Chor. Die Teilnahme ist für Tagungsteilnehmende ohne Voranmeldung auch nur an einzelnen Tagen möglich.

Reisekostenzuschüsse

Tagungsteilnehmer aus finanziell schwachen oder aus weit entfernten Ländern können, wenn nötig, mit einem Reisekostenzuschuss unterstützt werden.

Bitte richten Sie Ihre Anfrage schriftlich (Email, Brief) bis spätestens 3. September 2016 an das Sekretariat der Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie. Hier finden Sie ein Formular, mit dem Sie Ihren Bedarf anmelden können.

Bitte warten Sie in jedem Fall unseren Bescheid ab.

ths2016.info

Mehr Informationen über die Tagung, die Referenten und die künstlerischen Veranstaltungen finden Sie auf der Internetseite:
www.ths2016.info

Kontakt

Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie
Ruchti-Weg 9
CH-4143 Dornach
Telefon: +41-(0)61-7018485
khs@khsdornach.org
www.khsdornach.org

Vorträge

Vorträge

Rüdiger Grimm

Du und dein Ich

Dr. phil. Rüdiger Grimm ist bis Ende 2016 Sekretär der Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie, Medizinische Sektion Goetheanum und Professor für Theorie und Methoden der Heilpädagogik an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter.

Michaela Glöckler

Der Atem des Ich

Über den Doppelstrom des Ich in Rudolf Steiners Seelenkalender
Dr. med. Michaela Glöckler ist bis September 2016 Leiterin der Medizinischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft Goetheanum, Dornach.

Stefan Hasler

Die Sprüche der 19. und 34. Woche im Anthroposophischen Seelenkalender

Eine Demonstration mit Mitgliedern der Goetheanum-Bühne.
Stefan Hasler ist Musiker und Eurythmist und leitet die Sektion für redende und
musizierende Künste am Goetheanum.

Walter J. Dahlhaus

«Seelisches Wundsein»

Wie die Psychiatrie die Heilpädagogik ergänzt und die Heilpädagogik die Psychiatrie vertieft.
Walter Dahlhaus ist Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Merzhausen bei Freiburg. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Behandlung von Seelenpflege-bedürftigen Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen. Er begleitet und berät Einrichtungen für Heilpädagogik, Sozialtherapie, Jugendhilfe und Sozialpsychiatrie und ist in der Fortbildung von Fachkräften tätig.

Constanza Kaliks

Die Bedeutung des Bewusstseins von Reinkarnation und Karma für das Gegenwartserleben

Dr. phil. Konstanza Kaliks wurde in Chile geboren und wuchs in Brasilien auf. Nach dem Mathematikstudium unterrichtete sie 19 Jahre an der Steiner-Schule in São Paulo. Sie ist seit 2012 Leiterin der Jugendsektion am Goetheanum und seit März 2015 Mitglied der Vorstandes der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft.

David A. Schwartz

Bewusstseinsseelenkultur in der Gegenwart und die Kultur des Ich im Alltag

David Schwartz lebt in Heartbeet Lifesharing, einer Camphill Gemeinschaft in den USA. Er ist seit mehr als 40 Jahren in der Camphill-Bewegung in Amerika aktiv. Er  arbeitet als Gärtner und Gartenbaulehrer für Jugendliche mit Entwicklungsstörungen. Seit mehr als 20 Jahren ist er als Lehrer in anthroposophischen Ausbildungen und in inklusiven Bildungsprozessen aktiv.

Matthias Wildermuth

Einverleibte Erfahrung und die Entwicklung des Ich

Zum Wechselverhältnis von Kräften für die Ich-Werdung  und dem Ich als Wesenskern.
Dr. med. Matthias Wildermuth ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Ärztlicher Direktor der Vitos Klinik Rehberg, Herborn. Er ist Professor für Medizin an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter.

Brennpunkt Armut

Ute Craemer
Arbeit in den Favelas Brasiliens
Ute Craemer ist die Begründerin der weltweit bekannten Sozialarbeit in der Favela Monte Azul in São Paulo und die Initiatorin der Aliança pela Infância (Alliance for Childhood), einem internationalen Netzwerk zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen.

Brennpunkt Heimatlosigkeit

Bernd Ruf
Arbeit mit Menschen auf der Flucht
Bernd Ruf, Leiter des Parzival Kompetenzzentrums für Bildung in Karlsruhe, ist seit 1987 Vorstand der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners und seit 2006 engagiert mit dem Aufbau der der Leitung notfallpädagogischer Kriseninterventionen ind Kriebs- und Katastrophenregionen.

Brennpunkt Gewalt

Andreas Fischer
Macht, Gewalt und Aggression in Abhängigkeits- und Betreuungsverhältnissen
Symptomatik, Prävention und Verarbeitung.
Dr. phil. Andreas Fischer ist klinischer Heilpädagoge, langjähriger Mitarbeiter und
Leiter heilpädagogischer Einrichtungen, seit 2008 Leiter der Höheren Fachschule
für Heilpädagogik in Dornach.

Robin Schmidt
Von der Gewalt des Digitalen. Macht und Ohnmacht, Kontrolle und Kontrollverlust, Autonomie und Fremdbestimmung in digitalen Lebenswelten
Robin Schmidt ist Leiter der Forschungsstelle Kulturimpuls (www.kulturimpuls.org). Er forscht derzeit an Lebensbedingungen des Menschlichen unter den Vorzeichen einer digital fundierten Lebenswelt.

AG 11:00

Arbeitsgruppen 11 Uhr

Angaben zu den Sprachen: deutsch (de), englisch (en), russisch (ru), spanisch (es), italienisch (it), französisch (fr), dänisch, schwedisch o. norwegisch (skan). Steht eineSprache in Klammern, findet keine Übersetzung statt, es können jedoch Beiträge in dieser Sprache gegeben werden.

 

AG 15:00

Arbeitsgruppen 15 Uhr

Angaben zu den Sprachen: deutsch (de), englisch (en), russisch (ru), spanisch (es), italienisch (it), französisch (fr), dänisch, schwedisch o. norwegisch (skan). Steht eineSprache in Klammern, findet keine Übersetzung statt, es können jedoch Beiträge in dieser Sprache gegeben werden.

 

Kunst

Künstlerische Veranstaltungen

Musik zur Tagungseröffnung

Das Basler Posaunen Quintett aus Lehrern und Studenten der Musikhochschule Basel eröffnet die Tagung mit festlichen und beschwingten Klängen aus alter und neuer Musik. Leitung Edgar Manyak.

Eurythmie

Wochenspruch Nr. 34 von Rudolf Steiner
Im Zusammenhang mit Michaela Glöcklers Vortrag demonstriert Stefan Hasler mit Mitgliedern der Goetheanum-Eurythmie Bühne die Wochensprüche der 19. und 34. Woche aus Rudolf Steiners «Anthroposophischem Seelenkalender».

Momo

Die Kinder und Jugendlichen der Association «Le Champ de la Croix» haben mit ihren Lehrerinnen und Lehrern «Momo» von Michael Ende einstudiert. Die Musik hat Eric Noyer komponiert. Das Video haben Margaux und Cédric zusammen mit Anne Burgeot gedreht. Freuen Sie sich auf ein multimediales Kunstprojekt!

Szenen aus Faust

Das Projektensemble der Goetheanum-Bühne zeigt in der Inszenierung von Christian Peter ausgewählte Szenen aus Goethes Faust. www.faust2016.ch

Familie Flöz

Die Familie Flöz präsentiert: «Teatro Delusio». Leben im Schatten der Scheinwerfer und die glitzernde Welt des Scheins. Ein Theaterabend in der universalen Sprache der Pantomime! www.floez.net

 
 
 
 

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